Crowdinvesting Plattform dagobertinvest

Interview - Andreas Zederbauer


Interview IMAGE dagobertinvest
Mag. Andreas Zederbauer
CEO, Co-Founder und Geschäftsführer

"Durch die Entwicklungen der letzten 30 Jahre haben viele Banken teilweise ihre Kernfunktion verloren: Nämlich den Ausgleich zu organisieren zwischen Menschen, die einerseits Geld für Investitionen benötigen und andererseits solchen, die es veranlagen wollen. Als ehemaliger Bankvorstand bin ich begeistert, dass wir diese Lücke nun mit unserer Plattform dagobertinvest verkleinern werden."

Wem dagobertinvest noch kein Begriff ist, was sollte er oder sie über die Crowdinvesting Plattform wissen?

dagobertinvest wurde 2015 in Wien gegründet, hat sich auf die Co-Finanzierung von Immobilien-Projekten spezialisiert und zählt zu den führenden Plattformen im deutschsprachigen Raum. Insgesamt wurden mittlerweile über 180 Projekte erfolgreich gefundet. Der Zinssatz, der Investoren in Aussicht gestellt wird, ist überdurchschnittlich hoch und liegt in der Regel zwischen 7 und 8,5% p.a. Das wissen bereits viele deutsche Anleger zu schätzen. Etwa die Hälfte unserer Investoren kommt aus der Bundesrepublik. Und es haben schon einige deutsche Bauträger für ihre Projekte Crowdkapital über dagobertinvest eingesammelt.

Wie hat sich die Corona-Pandemie auf die Geschäfte bei dagobertinvest ausgewirkt?

Nach einem leichten Abschwung zu Beginn der Krise, als die Investoren aufgrund der ungewohnten Situation kurzfristig vorsichtiger waren, hat sich bei uns alles sehr rasch normalisiert und wir verzeichneten binnen kürzester Zeit wieder eine hohe Nachfrage. Auch die Bauträger und Immobilienentwickler haben nach wie vor großen Bedarf an dem Co-Finanzierungsmodell Crowdinvesting, als Ergänzung zum Fremdkapital der Banken. Für das Jahr 2021 sind wir positiv gestimmt und gehen erneut von einem schönen Wachstum aus.

Worauf begründet sich Ihr Optimismus? Immerhin leben wir in unsicheren Zeiten, viele Menschen haben Ihren Job verloren oder befinden sich in Kurzarbeit?

Das ist alles richtig und für jeden einzelnen Menschen in dieser Lage zweifellos eine schwierige Situation. Was das Interesse an Immobilien-Crowdinvesting jedenfalls befeuert, sind die anhaltend niedrigen Zinsen. Auf klassischen Sparbüchern und Girokonten liegt das Geld de facto brach, weshalb es immer wichtiger wird, einen Teil seines Ersparten ins Verdienen zu bringen. Das ist mit Immo-Crowdinvesting sehr gut möglich. Der Markt für Wohnimmobilien entwickelt sich nach wie vor sehr gut. Corona hat den Trend fast noch einmal verstärkt, weil durch die Lockdowns fast jeder seine persönliche Wohnsituation nach Möglichkeit verbessern will. Immobilien sind keine fiktive Konstruktion, es ist Substanz vorhanden. Auch wenn es sich bei Crowdinvesting natürlich um Risikokapital handelt, das muss man klar ansprechen.

Wie erklären Sie einem Investor das Risiko und was ist aus Ihrer Sicht zu tun?

Im Endeffekt beteiligt man sich beim Crowdinvesting durch die Investition am unternehmerischen Risiko. Das bringt einem sehr oft eine überdurchschnittlich hohe Rendite ein, meist zwischen 7 und 8,5% p.a. Es können bei Projekten aber immer wieder Unwägbarkeiten auftreten, die zu Beginn, trotz umfassender Projektprüfung unsererseits, nicht erkennbar sind. Etwa wenn es zu Verzögerungen bei der Verwertung kommt, die Bautätigkeit stockt, etc. Das kann dazu führen, dass in manchen Fällen Rückzahlungen später erfolgen oder investiertes Kapital (teilweise) verloren geht. Umso wichtiger ist es, wirklich gut zu diversifizieren und das verfügbare Anlagekapital auf mehrere Projekte unterschiedlicher Bauträger aufzuteilen. Dann werden einzelne Problemfälle von den anderen Investitionen gut aufgefangen und unter dem Strich steht eine schöne Rendite.

Welche Ziele setzen Sie sich, speziell in Deutschland?

Deutschland spielt in unseren Wachstumsplänen eine sehr wichtige Rolle, gerade projektseitig wollen wir noch stark zulegen. Bei Projekten mit einem Fundingvolumen im mittleren sechsstelligen Bereich sehen wir eine Marktlücke, die wir mit unserem Angebot schließen möchten. Im April haben wir ein Büro in München bezogen, von dem aus wir lokale Immobilienentwickler besser bei der Finanzierung von Mezzaninkapital unterstützen können. Die Harmonisierung von Crowdinvesting auf europäischer Ebene durch die neue EU-Verordnung für Schwarmfinanzierungsdienstleister wird uns die Tätigkeit außerhalb Österreichs erleichtern, da dann nicht mehr jedes einzelne Projekt von der jeweiligen nationalen Finanzmarktaufsichtsbehörde genehmigt werden muss. Stattdessen wird eine einmal erteilte Konzession im Herkunftsland der Plattform benötigt, in unserem Fall also der österreichischen Finanzmarktaufsicht FMA, für die strenge und EU-weit idente Auflagen gelten. Wir streben die Konzession in jedem Fall an.

Vielen Dank für Ihre Zeit, viel Erfolg, Herr Zederbauer!

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